Kritischer Pfad jedes BESS-Projekts
Der Netzanschluss ist häufig der zeitkritischste und kostenintensivste Teil eines BESS-Projekts. Wartezeiten von 12–36 Monaten für die Netzverträglichkeitsprüfung sind keine Seltenheit. Frühzeitige Abstimmung mit dem Netzbetreiber ist unverzichtbar.
Spannungsebenen nach Leistungsklasse
| BESS-Leistung | Typische Spannungsebene | Netzebene |
|---|---|---|
| bis 500 kW | 400 V (Niederspannung) | Verteilnetz NS |
| 500 kW – 20 MW | 10/20 kV (Mittelspannung) | Verteilnetz MS |
| 20 MW – 100 MW | 110 kV (Hochspannung) | Übertragungsnetz HS |
| ab 100 MW | 220/380 kV (Höchstspannung) | Übertragungsnetz HöS |
Ablauf des Netzanschlussverfahrens
- Netzanfrage mit technischen Eckdaten beim Netzbetreiber
- Netzverträglichkeitsprüfung durch den Netzbetreiber
- Verbindliches Angebot mit Kosten und technischen Anforderungen
- Netzanschlussvertrag und Beauftragung der Baumaßnahmen
- Bau von Kabelweg, Trafostation und Übergabestation
- Inbetriebsetzung mit abschließenden Tests
Technische Anforderungen (TAR)
Maßgeblich sind VDE-AR-N 4105 (NS), VDE-AR-N 4110 (MS) und VDE-AR-N 4120 (HS) sowie die BDEW-TAR. Diese definieren Schutzeinrichtungen, Spannungsqualität, Blindleistungsverhalten und Fernwirkbarkeit.
Kosten
MS-Anschluss über 500 m: typisch 150.000–400.000 EUR. HS-Anschluss: deutlich mehr. Diese Kosten trägt vollständig der Anlagenbetreiber.
Weiterführende Informationen und persönliche Beratung
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