Was bedeutet Schwarzstart?
Als Schwarzstart bezeichnet man die Fähigkeit, ein vollständig ausgefallenes Stromnetz ohne externe Energieversorgung wieder hochzufahren. Schwarzstartfähige Anlagen starten sich selbst und bauen dann schrittweise das Netz wieder auf – von wenigen Knoten bis zur vollständigen Wiederherstellung.
Technische Anforderungen an schwarzstartfähige BESS
- Bidirektionale Wechselrichter mit Grid-Forming-Capability (Netzbildnerfähigkeit)
- Eigenversorgung aller Systemkomponenten aus der Batterie selbst
- Spannungs- und Frequenzregelung unabhängig vom Netz
- Ausreichende Kapazität für den mehrstündigen Wiederherstellungsprozess
- Zertifizierung nach nationalen und europäischen Netzregeln
Schwarzstartfähige BESS in der Praxis
Schwarzstartfähige Batteriespeicher werden von Übertragungsnetzbetreibern ausgeschrieben und attraktiv vergütet. Erste deutsche Projekte haben die Präqualifikation erhalten. Bekannte internationale Referenzen: Hornsdale Power Reserve (Australien) und diverse Projekte in Großbritannien.
Inselbetrieb vs. Schwarzstart
Beim Inselbetrieb versorgt ein BESS einen lokalen Verbraucher netzunabhängig. Das ist technisch einfacher als ein Schwarzstart auf Systemebene, aber wirtschaftlich nur in bestimmten Konstellationen sinnvoll. Mehr: Inselnetze mit Batteriespeichern.
Weiterführende Informationen und persönliche Beratung
Für individuelle Fragen und weiterführende Fachinformationen wenden Sie sich direkt an Solartechnik Bayern – Ihren zertifizierten Fachbetrieb und Gutachter für Batteriespeichersysteme in Bayern.